Wildblumenwiese anlegen

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So schaffst du Lebensraum für Insekten

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Der Mai neigt sich dem Ende zu. Viele haben im Rahmen des „No Mow May“ den Rasenmäher stehen lassen. Eine wunderbare Geste. Aber was tun, wenn der Juni kommt? Einfach wieder alles kurz rasieren? Besser nicht. Wer eine Wildblumenwiese anlegen möchte, findet jetzt den perfekten Zeitpunkt, um eine dauerhafte Insektenoase zu schaffen.

Warum eine Wildblumenwiese anlegen?

Hummelköniginnen gründen in diesen Wochen ihre Nester. Schwebfliegen, Wildbienen und Schmetterlinge suchen unermüdlich nach Nektar und Pollen. Ein akkurat gestutzter Einheitsrasen bietet ihnen nichts. Eine Wildblumenwiese hingegen, selbst auf wenigen Quadratmetern, wird zur Tankstelle und Kinderstube zugleich. Wer eine Wildblumenwiese anlegen möchte, investiert nicht nur in schöne Blüten, sondern vor allem in einen insektenfreundlichen Garten im Juni und darüber hinaus.

So legst du eine Wildblumenwiese richtig an

hans/pixabay.com
Such dir eine sonnige, eher ruhige Ecke aus. Der Boden sollte mager sein. Auf nährstoffreichem Boden setzen sich Gräser durch und verdrängen die Wildblumen. Wenn du eine bestehende Rasenfläche umwandeln willst, entferne zunächst die Grasnarbe und lockere den Boden. Dann bringst du spezielles Wildblumensaatgut aus. Achte darauf, eine heimische Mischungen zu verwenden, z. B. mit Hornklee, Wiesensalbei, Schafgarbe und Margerite. Exotische Mischungen sehen hübsch aus, bieten unseren Insekten aber oft wenig Nahrung. Wer eine Wildblumenwiese anlegen will, sollte hier genau hinschauen und Saatgut wählen, auf dem die enthaltenen Wildblumen aufgelistet sind und nur heimische Pflanzen enthalten.

Nach der Aussaat solltest du das Saatgut leicht andrücken und feucht halten. Achte in den ersten Wochen darauf, dass der Boden nicht austrocknet. Später braucht die Wiese kaum noch Pflege. Ein Schnitt im Spätsommer reicht völlig.

Insektenfreundlicher Garten im Juni? Das kannst du jetzt noch tun!

Ein insektenfreundlicher Garten im Juni braucht mehr als nur eine Wildblumenwiese. Lass auch anderswo Ecken stehen, die nicht perfekt aufgeräumt sind. Ein Totholzhaufen unter der Hecke, ein paar offene Sandstellen für erdbewohnende Wildbienen, eine flache Wasserschale als Bienentränke sind Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Achte bei Wasserschalen aber immer darauf, ein paar Steine hineinzulegen, damit die Insekten herausklettern können, falls sie ins Wasser fallen!
 
Zwischen den Gemüsereihen blühender Dill oder eine vergessene Möhre vom Vorjahr sind mehr als nur hübsch. Sie ziehen Schwebfliegen an, deren Larven Blattläuse vertilgen, ganz ohne dein Zutun. Je vielfältiger die Strukturen, desto lebendiger der Garten.
janetab/pixabay.com
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Welche Blumen jetzt in die Wiese gehören

Neben den Klassikern wie Klatschmohn und Kornblume lohnen sich mehrjährige Arten besonders. Hornklee blüht gelb bis in den August, Wiesensalbei schiebt blaue Kerzen, die Schafgarbe bietet weiße Blütenteller. Auch Nachtkerze und Natternkopf finden sich oft in guten Saatmischungen. Sie alle machen deinen insektenfreundlichen Garten im Juni zu einem summenden Paradies.

caniceus/pixabay.com
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