Gartenarbeiten im Oktober: Knoblauch pflanzen

Breadcrumb Navigation

Dieser Beitrag enthält Werbelinks. Alle Werbelinks sind mit * oder „Anzeige“ gekennzeichnet.

Gartenarbeiten im Oktober: Knoblauch setzen mit Zehen oder Bulbillen für eine reiche Ernte und große Knollen

Der richtige Zeitpunkt zum Stecken

Langsam beginnt die Ruhezeit im Garten. Es wird kaum noch etwas gesät. Das letzte Sommergemüse wird abgeerntet. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Knoblauch zu pflanzen. 

 

Knoblauch kannst du zweimal im Jahr setzen: im Frühjahr zwischen Februar und April oder im Herbst von September bis Oktober. Der im Frühjahr gesetzte Knoblauch wird nicht so groß und kräftig wie der vor dem Winter gesteckte. Knoblauch, der über die kalte Jahreszeit im Beet verbleibt, benötigt einen Schutz vor Frost. Du kannst dazu eine dünne Schicht Mulch auf dem Beet verteilen. 

Standort und Pflege

Ansonsten ist der Knoblauch bis zur Ernte überaus pflegeleicht. Einmal gesetzt benötigt er kaum noch Zuwendung. Ab und zu solltest du die Erde um die Pflanzen herum etwas hacken und sie unkrautfrei halten. Gehe beim Hacken behutsam vor! Da Knoblauch flach wurzelt, ist er leicht aus der Erde zu reißen.

 

Knoblauch pflanzen: Reihen im Beet

Knoblauch eignet sich hervorragend für eine Mischkultur. Besonders beliebt ist die Kombination mit Erdbeeren, da er diese vor Krankheiten und Schädlingen bewahrt. Auch für Gurken, Karotten und Tomaten ist er ein guter Pflanzpartner. Mit Kohl, Bohnen und Erbsen oder Kartoffeln verträgt er sich hingegen nicht besonders gut. 

 

Soweit möglich, sollte der Boden etwas aufgelockert und mit Kompost gedüngt werden, damit er durchlässig ist. Bei sehr feuchtem Boden können die Knollen leicht faulen. Am besten suchst du ihn ein sonniges Plätzchen im Garten aus. Etwas Wind tut dem Knoblauch, um ihn vor Befall der Knoblauchfliege zu schützen.

Knoblauchzehen pflanzen

Knoblauchzehen aus der Knolle gelöst

Knoblauch pflanzen kannst du auf verschiedene Arten. Entweder du setzt Zehen oder Brutzwiebeln (Bulbillen). Im ersten Jahr habe ich damit begonnen, bereits ausgetriebene Knoblauchzehen aus dem Supermarkt in die Erde zu setzen. Seither verwende ich einige Knollen der Ernte für den Folgeanbau. Mit der Zeit passen sich die Pflanzen immer besser an die Gegebenheiten in meinem Garten an. Sie gewöhnen sich an den Standort und gedeihen dort besser. 

 

Sowohl die Brutzwiebeln als auch Rundlinge und Zehen werden im Abstand von mindestens 10 cm gesteckt. Zwischen den Reihen ist ein Abstand von 25 cm wünschenswert. Die Zehen und die Rundlinge werden mit der Spitze nach oben etwa 3 cm tief in die Erde gesetzt.

Bulbillen – Brutzwiebeln des Koblauchs pflanzen

Knoblauch pflanzen: Bulbillen oder Brutzwiebeln sind die Samen aus der Blüte

Die Pflanzung der Bulbillen erfordert mehr Geduld. Sie bilden im ersten Jahr nur Rundlinge. Diese werden im Supermarkt auch als einjähriger Knoblauch verkauft. Sie sind weniger intensiv im Aroma und nicht lagerfähig. Dafür ist der Knoblauchgeruch nach dem Essen auch nicht annähernd so penetrant wie bei ausgereiftem Knoblauch. 

 

Nachdem das Zwiebellauch vergilbt und abgetrocknet ist, nimmst du die Rundlinge aus der Erde und lagert sie trocken und schattig bis zum Herbst. Mitte Oktober kannst du die Rundlinge wieder in die Erde stecken, damit sie im zweiten Jahr zu Knollen mit Zehen heranwachsen. Die Mühe und Geduld lohnt sich! Der aus Bulbillen gezogene Knoblauch bildet im Allgemeinen besonders große und kräftige Knollen aus. Außerdem musst du von deiner Ernte nichts für die Aussaat aufheben.

Knoblauch ernten – der richtige Zeitpunkt

Knoblauch Trocken und luftig lagern für längere Haltbarkeit

Der Knoblauch ist erntereif, wenn das Lauch sich zu zwei Dritteln gelb verfärbt hat. Das passiert für gewöhnlich im Juli. Du holst dann an einem trockenen Tage die Knollen aus dem Boden und lässt sie ein paar Tage direkt auf dem Beet oder an einem luftigen und dunklen Ort trocknen für eine längere Haltbarkeit. 

 

Sind die Knoblauchzwiebeln bereits auseinandergefallen, solltest du sie zügig verbrauchen, da sie nicht lange haltbar sind. Falls du die Ernte kaum abwarten kannst, schneidest du immer mal wieder etwas von dem Lauch für die Küche. Es hat ebenfalls einen milden Knoblauch Geschmack. Du solltest allerdings nicht zu viel davon abschneiden. Das Beschneiden des Lauchs geht zulasten des Knollenwachstums. 

 

Gesund für Blutgefäße, Verdauung und Psyche

 

Nicht jeder ist Fan des Knoblauchgeschmacks. Daran ist der Geruch nach dem Essen sicherlich nicht ganz unschuldig. Dabei hat die Gewürzpflanze einiges zu bieten: Sie wirkt antiseptisch und antibiotisch. Sie ist mit ihren sekundären Pflanzenstoffen äußerst gesund. Knoblauch erweitert die Gefäße, verdünnt das Blut und reguliert Blutfette Punkt der Genuss von Knoblauch kann somit Thrombosen, Herzproblemen und Bluthochdruck vorbeugen. Auch für den Darm und das Gehirn kann er sehr heilsam sein.

 

Ich werde auf jeden Fall diesen Oktober wieder Knoblauch pflanzen. Wie stehst du zu Knoblauch? Liebst du oder hasst du ihn? Was tust du gegen den Geruch?



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.